Wespen und Hornissen

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Hornissen – beeindruckende Riesen der Wespenwelt

Hornissen (Vespa) gehören zur Familie der Faltenwespen und sind die größten sozialen Wespen Mitteleuropas. Besonders bekannt ist die Europäische Hornisse (Vespa crabro), die einzige heimische Art in Deutschland. Trotz ihres furchteinflößenden Aussehens sind Hornissen faszinierende, nützliche und weit weniger aggressiv, als viele glauben.

🧬 Merkmale und Aussehen

Hornissen sind durch ihre gelb-schwarz-rotbraune Färbung und ihre Größe leicht zu erkennen.

  • Königin: 23–35 mm
  • Arbeiterinnen: 18–25 mm
  • Drohnen: 21–28 mm

Ihr Körperbau unterscheidet sich deutlich von anderen Wespenarten, etwa durch die charakteristische Kopfform und die besondere Flügeladerung.

🌍 Verbreitung und Lebensraum

Hornissen kommen in Europa, Asien und Nordamerika vor. Ihr bevorzugter Lebensraum sind Wälder, Parks, Gärten und Wiesen.

🏡 Lebensweise und Nestbau

Hornissen sind soziale Insekten, die Völker mit mehreren hundert Tieren bilden.

  • Ein Volk besteht aus Königin, Arbeiterinnen und Drohnen.
  • Die Nester entstehen häufig in Hohlräumen, z. B. hinter Verschalungen oder in Schuppen.
  • Wird es zu eng, können Hornissen sogar umziehen – eine Besonderheit unter Wespen.

Die Europäische Hornisse ist zudem nachtaktiv und fliegt auch bei völliger Dunkelheit.

🍽 Ernährung – nützliche Schädlingsjäger

Hornissen ernähren sich überwiegend von anderen Insekten, darunter auch Wespen. Dadurch tragen sie zu einem natürlichen Gleichgewicht im Garten bei.

🛡 Schutzstatus

In Deutschland stehen Hornissen unter strengem Artenschutz.

  • Nester dürfen nicht zerstört oder umgesetzt werden.
  • Eingriffe sind nur mit behördlicher Genehmigung erlaubt.

🧠 Mythos vs. Realität

Viele Menschen fürchten Hornissen – oft zu Unrecht.

  • Sie sind scheu und stechen nur, wenn sie sich bedroht fühlen.
  • Ihr Stich ist nicht gefährlicher als der anderer Wespen.
  • Sie gelten als friedliche Riesen.

🌿 Fazit

Hornissen sind beeindruckende, nützliche und schützenswerte Insekten. Wer ihnen mit Respekt begegnet und Abstand zu ihren Nestern hält, kann sie problemlos im Garten dulden – und profitiert sogar von ihrer Rolle als natürliche Schädlingsvertilger.

Wespen

  • Nur zwei der heimischen Wespenarten stehen auf Süßes und Fleisch, Fisch oder Wurst, die Deutsche Wespe und die Gemeine Wespe.
    Es ist sinnvoll, Nahrungsmittel im Freien abzudecken und Reste schnell wegzuräumen. 
  • Auch eine Ablenkungsfütterung kann funktionieren. Du kannst beispielsweise eine Schale mit etwas Marmelade oder aufgeschnittenen und sehr reifen Weintrauben etwa fünf bis zehn Meter vom eigenen Essen aufstellen, das lockt die Wespen an und sie bleiben – hoffentlich – dort. 
  • Beim Grillen kannst du mit einem Stück Wurst oder Fisch die Wespen ablenken. Vor allem im Hochsommer sind diese besonders an Proteinen interessiert, um ihre Larven zu versorgen. 
  • Mit einer Sprühflasche kannst du die Wespen behutsam mit Wasser bespritzen. Die Insekten denken dann, es regnet, und sie fliegen meist weg.
  • Gerüche helfen meist nicht Wespen von unserem Essen fernzuhalten. Auch ätherische Öle – wie ein mit Nelkenöl beträufeltes Taschentuch – haben sich oftmals als unbrauchbar erwiesen. Angezündeter Kaffee, Räucherstäbchen die nach Zitrone oder Lavendel riechen, helfen meist nicht, ein Versuch schadet jedoch nicht.
  • Nach dem Essen sollte Kindern der Mund und die Hände abgewischt werden, um Wespen nicht anzulocken.